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Ein Informationsangebot der Umweltgruppe Cottbus e.V.

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Der geplante Tagebau Jänschwalde-Nord

(Letzte Änderung: Dezember 2009)

Hier zur Bilderserie (13)

Die Darstellung der Vattenfall-Pläne entspricht weitgehend der Variante 1 (Maximalvariante) der TU-Clausthal-Studie des Wirtschaftsministeriums,lediglich die Ostgrenze wurde geringfügig eingezogen, so dass eine Umsiedlung von Teilen Taubendorfs vermieden wird. Es sollen 250 Millionen Tonnen Kohle gewonnen werden.

Übersichtskarte
(rot: geplanter neuer Tagebau, braun: genehmigter Tagebau Jänschwalde)

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Siedlungen

Die Orte Kerkwitz, Grabko und Atterwasch mit zusammen ca. 900 Einwohnern wären laut Vattenfall-Absichten von der Umsiedlung betroffen. Als Tagebaurandgemeinden wären Taubendorf und Groß Gastrose unmittelbar betroffen. Doch auch die Stadt Guben (insb. Ortsteile Deulowitz, Kaltenborn, Schlagsdorf) sowie Bärenklau und Jänschwalde-Ost würden beeinträchtigt.

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Verkehr

Die heutige Bahnlinie Cottbus-Guben müsste verlegt werden, ebenso die erst vor wenigen Jahren wegen des Tagebaus Jänschwalde umverlegte Bundesstraße 97. Beides hätte zusätzliche Auswirkungen auf Natur und Landschaft bzw. Anwohner am Ort der neuen Trasse.

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Natur

Drei als FFH-Gebiet „Pastlingsee Ergänzung“ ausgewiesene Moorgebiete würden abgebaggert. Durch den genehmigten Tagebau Jänschwalde ist Vattenfall bisher zur wissenschaftlichen Beobachtung und zu umfangreichen Schutzmaßnahmen für diese Gebiete verpflichtet. Diese Maßnahmen erweisen sich bei einer späteren Abbaggerung als widersinnig. Die Grabkoer Seewiesen sind unter anderem als Kranichbrutplatz bekannt. Von der TU-Clausthal- Studie unterschlagen wird die Inanspruchnahme eines Teiles des Landschaftsschutzgebietes „Gubener Fließtäler“ im Nordosten des Abbaufeldes. Mit dem Deulowitzer See verlöre Guben eines seiner beliebtesten Naherholungsziele. Die Wasserschutzgebiete Atterwasch und Taubendorf würden ebenfalls zerstört. Im Norden würde das Tagebaufeld direkt an das FFH-Schutzgebiet „Feuchtwiesen Atterwasch“ angrenzen, im Westen an den Pastlingsee (ebenfalls FFH). Der Tagebau würde zudem bei Grabko direkt an den Naturpark „Schlaubetal“ grenzen, der eigentlich der naturverträglichen Erholung gewidmet sein sollte. Es sind massive Beeinträchtigungen dieser Gebiete zu befürchten..

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Wirtschaft und Kultur

Eine große Anzahl Gewerbebetriebe des Gubener Raums ist in den drei direkt betroffenen Ortschaften ansässig. Die Kirche in Atterwasch (Baujahr 1294) ist eine der ältesten erhaltenen in der Niederlausitz, die Kerkwitzer Kirche wurde erst 2007 von regionalen Firmen renoviert. In beiden Dörfer existieren zudem Kriegsgräberstätten.

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Planungsstand

Vattenfall hat Ende 2008 den Antrag auf Einleitung eines Braunkohleplanverfahrens gestellt, das bis 2015 abgeschlossen werden soll. Derzeit prüft die Landesplanungsbehörde die Unterlagen, um anschließend einen Vorentwurf des Planes zu erstellen. Nach einem Scoping-Termin (vorgesehen im IV. Quartal 2010) würde die strategische Umweltprüfung durchgeführt. Im Jahr 2011 kann es zeitigstens zur öffentlichen Auslegung eines Planentwurfes kommen. Die Landesregierung müsste einen Braunkohlenplan als Rechtsverordnung erlassen, das ist nicht vor 2014 denkbar. (genannte Termine nach Äusserungen der Planungsstelle gegenüber dem Braunkohlenausschuss am 19.11.2009) Parallel zum laufenden Planverfahren wird vermutlich bereits eine bergrechtliche Genehmigung (Rahmenbetriebsplan) beantragt.

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