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Solaranlage in von Braunkohle bedrohtem Dorf eingeweiht
115 Bürger investieren gemeinsam in die Zukunft von Kerkwitz
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Projektstart im Mai

Die "Solarfeuerwehr" im Bau (Foto: SoGeLa)
Kerkwitz, 03.10.2010. Im vom Braunkohleabbau bedrohten Dorf Kerkwitz bei Guben wird heute feierlich eine
Bürger-Solaranlage eingeweiht. 115 Menschen und Institutionen aus dem ganzen Bundesgebiet haben
damit in die Zukunft von Kerkwitz investiert und setzen ein Zeichen gegen neue Braunkohletagebaue.
Die Solargenossenschaft Lausitz will weiter wachsen und im ebenfalls bedrohten Nachbarort Atterwasch
eine der nächsten Anlagen errichten.
„Wir weihen heute ein Hoffnungszeichen für Kerkwitz ein. Ich bin sehr dankbar für die bundesweite
Unterstützung. Sie ermutigt weiterzuarbeiten und eine weitere Anlage im Nachbarort Atterwasch in
Angriff zu nehmen.“
sagt Matthias Bärmann, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Solargenossenschaft Lausitz eG (SoGeLa).
Die Einweihung erfolgt im Rahmen des heutigen Erntedankfestes in Kerkwitz. Neben Genossenschaftlern nahmen
Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr als Nutzer des Gebäudes und weitere Kerkwitzer Bürger an der Einweihung teil.
„Der Abbau von Braunkohle muß schrittweise auslaufen. Dann ist eine Zerstörung weiterer Dörfer
wie Kerkwitz nicht notwendig. Wir freuen uns, dass die Solargenossenschaft Lausitz so ein
verläßlicher Partner für alle ist, die der drohenden Abbaggerung etwas ganz konkretes
entgegensetzen wollen.“ sagt Rene Schuster vom Umweltverband GRÜNE LIGA.
Nachdem das Projekt „Solarfeuerwehr Kerkwitz“ Anfang Juni in Kooperation mit der GRÜNEn LIGA
öffentlich bekannt gemacht wurde, stieg die Mitgliederzahl der Genossenschaft der innerhalb
weniger Wochen von etwa 40 auf 115. Der Beschluß zum Bau der Anlage konnte der Genossenschaftsvorstand
im August fällen. Die Anlage auf dem Feuerwehrhaus des Dorfes ging mit 11 KWp installierter Leistung
Ende September ans Netz.
Die Solargenossenschaft Lausitz bietet den Erwerb weiterer Anteile an, um neue Projekte zu ermöglichen.
Im nächsten Jahr ist ein Projekt im Nachbarort Atterwasch geplant, im Rahmen der energetischen
Sanierung des Pfarrhauses eine Solaranlage der Genossenschaft zu installieren. Atterwasch ist ebenfalls
von den Tagebauplanungen des Energiekonzerns Vattenfall bedroht. Darüber hinaus betreibt die
SoGeLA bisher sieben Photovoltaikanlagen in der Stadt Guben und umliegenden Ortschaften Bärenklau,
Grano, Groß Gastrose und Pinnow.
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Bilder von der Einweihung

Matthias Bärmann (SoGeLa), Rene Schuster (GRÜNE LIGA), Roland Lehmann (Ortsvorsteher von Kerkwitz),
Martin Pehle (SoGeLa) und Bernd Hanschke (Freiwillige Feuerwehr) weihen die Solarfeuerwehr ein.
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Foto frei verwendbar.

Matthias Bärmann (SoGeLa), Rene Schuster (GRÜNE LIGA), Roland Lehmann (Ortsvorsteher von Kerkwitz),
Martin Pehle (SoGeLa) und Bernd Hanschke (Freiwillige Feuerwehr) weihen die Solarfeuerwehr ein.

Matthias Bärmann (SoGeLa), Rene Schuster (GRÜNE LIGA), Roland Lehmann (Ortsvorsteher von Kerkwitz),
Martin Pehle (SoGeLa) und Bernd Hanschke (Freiwillige Feuerwehr) weihen die Solarfeuerwehr ein.
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Solarfeuerwehr Kerkwitz – Investieren in Zukunft statt Abbaggerung
Genossenschaft vergibt Solaranteile in von Braunkohleabbau bedrohtem Dorf
Informationsblatt zum Projekt
(pdf, 2 S.,159 kB, Achtung, verringerte Druckqualität)
Formular zum Zeichnen von Anteilen an der Solargenossenschaft
(pdf, 1 S.,39 kB)
Spenden und Fördern
(pdf, 1 S., 41 kB)
Kerkwitz/ Berlin, 31.05.2010. Während die brandenburgische Landesregierung Kerkwitz und weitere Dörfer
in der Lausitz für neue Braunkohletagebaue umsiedeln will, besteht nun bundesweit die Möglichkeit,
direkt in die Zukunft von Kerkwitz zu investieren. Die Solargenossenschaft Lausitz vergibt Anteile an einer
Solaranlage, die auf dem Dach des Feuerwehrhauses des Dorfes entstehen soll. Der Umweltverband GRÜNE
LIGA fordert dazu auf, auf diesem Wege ein Zeichen für die Zukunft des Ortes zu setzen.
„Die Bedrohung benachbarter Orte durch den Kohlebergbau war einer der Anlässe für die Gründung
unserer Solargenossenschaft in Guben. Wir wollen etwas für nachhaltige Energieerzeugung in der Region
tun. Die ersten fünf Objekte 2010 unserer Genossenschaft werden in Kürze fertiggestellt sein. Das
sechste soll direkt im bedrohten Dorf Kerkwitz entstehen.“ sagt Matthias Bärmann von der Solargenossenschaft
Lausitz.
Rene Schuster von der GRÜNE LIGA - Gruppe aus Cottbus sagte: „Wer einen Anteil der Solarfeuerwehr Kerkwitz
kauft, setzt ein Zeichen dafür, dass Kerkwitz bleibt. Vattenfall und die Brandenburger Landesregierung
wollen Kerkwitz abbaggen, wir wollen es retten.“ Schuster kündigte an, die Aktion in Berlin zu
präsentieren: „Als Umweltverband ist uns wichtig, dass sich auch Menschen außerhalb der Lausitz zu Kerkwitz
bekennen. Deshalb präsentieren wir die Solarfeuerwehr Kerkwitz mit einem Stand auf dem Berliner Umweltfestival
am 6.Juni. Dort können Interessenten mit der Genossenschaft und Bürgern aus der betroffenen Region direkt
ins Gespräch kommen.“
Da bisher keine rechtlich wirksame Entscheidung zum von Vattenfall geplanten Tagebau vorliegt, bestehen in
Kerkwitz keinerlei Baubeschränkungen. In der vom Tagebau bedrohten Region wird intensiv am Aufbau
zukunftsfähiger Energieversorgung gearbeitet. Neben den Genossenschaftsanlagen entstanden und entstehen
privat weitere Solardächer. Im ebenfalls bedrohten Nachbarort Atterwasch baut ein ansässiger
Landwirtschaftsbetrieb derzeit eine Biogasanlage.
Das Informationsblatt (pdf-Datei) zum Projekt „Solarfeuerwehr Kerkwitz“ faßt die wichtigen Informationen
für Interessenten zusammen.
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