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Tagung "Probleme der Braunkohlebergbaus in der Region Guben"
24. April 2010, Fabrik e.V. Guben
veranstaltet von GRÜNE LIGA und Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg
Zusammenfassung /
Vorträge /
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Dank

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Region Guben mit guten Chancen gegen Vattenfalls Tagebauplanung
Guben, 24.04.2010. Naturschutzfachleute und Juristen sehen gute Chancen, den von Vattenfall
geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord in Brandenburg zu verhindern. Dies wurde in den Fachvorträgen
auf einer Tagung des Umweltverbandes GRÜNE LIGA und der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Guben deutlich.
Die Europaabgeordnete Elisabeth Schroedter (Bündnis90/Grüne) unterstützt die Tagung und sagte
in ihrem Grußwort zur Eröffnung: „Nach den massiven Kampagnen von Vattenfall vor Ort, in der Landesregierung
und im Landtag, um das Recht zu bekommen, Atterwasch, Kerkwitz und Grabko abzubaggern und die Region um Guben zu
zerstören, wollen wir mit der Informationsveranstaltung den Menschen den Rücken stärken, die
die Zerstörung ihrer Ort und ihrer Landschaft nicht zulassen wollen. Das europäische Recht stärkt
die Rechte der bedrohten Gemeinden wesentlich mehr, als es damals im Fall Horno möglich war, wo noch nach
DDR-Recht abgebaggert wurde.“
Auch der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic (Fraktion DIE LINKE) ist optimistisch: "Die Möglichkeiten
neue Tagebaue zu verhindern sind politisch und juristisch gegeben. Vattenfall hat gerade in Hamburg wieder
eine juristische Niederlage erlitten. Ich werde meine Erfahrung als Bundesrichter nutzen, um den juristischen
Widerstand zu unterstützen und werde politisch darauf hinwirken, dass die Landesregierung ihre
Möglichkeiten nutzt, um neue Tagebaue zu verhindern. Insbesondere durch die Änderung des bestehenden
gemeinsamen Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg.“
In den Vorträgen wurde immer wieder die Wirkung des Bergbaus auf den Wasserhaushalt der Lausitz thematisiert.
„Ob bei Bergschäden an Gebäuden, beim Trockenfallen geschützter Feuchtgebiete oder
Schadstoffeinträgen in die Flüsse - überall im Kohlerevier zeigt sich, dass Braunkohlentagebau
ein nicht beherrschbarer Eingriff ist. Sein Vordringen in das bisher unbeeinflußte Gebiet um Guben wird
umweltrechtlichen Anforderungen nicht standhalten.“ faßt René Schuster von der GRÜNEN LIGA die Botschaft der
Fachbeiträge zusammen.
Rechtsanwalt Dirk Tessmer aus Frankfurt/Main stellte dar, in welchen Punkten das deutsche Bergrecht
bürgerfreundlicher werden muß und ging damit auf das Vorhaben der rot-roten Koalition in Brandenburg ein,
einen Vorschlag zur Novellierung dieses Bundesgesetzes auszuarbeiten. Lukas Landgraf vom Landesumweltamt Brandenburg
stellte die Moorgebiete der Region und ihre landesweite Bedeutung vor. Wie die Bürger durch rechtzeitige
Bestandserfassung Bergschäden an Gebäuden besser nachweisen können, ist das Thema des Bauingenieurs
Matthias Bärmann. Thomas Rahner, der als Rechtsanwalt die bedrohte Gemeinde Schenkendöbern vertritt,
beschäftigte sich mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Zur aktuellen Wassersituation um den
Tagebau Jänschwalde sprach René Schuster und begründete den im Februar eingereichten Antrag von
Gemeinde und Umweltverband, zum Schutz des Ortes Taubendorf eine unterirdische Dichtwand zu errichten.
Der Bürgermeister von Schenkendöbern, Peter Jeschke nahm ebenso an der Tagung teil wie die
Landtagsabgeordnete Monika Schulz-Höpfner (CDU) und Vertreter des Netzwerkes Bergbaubetroffener aus
Nordrhein-Westfalen. Die von Gubener Bürgern gegründete „Solargenossenschaft Lausitz“ informierte
am Rande der Tagung über ihre Vorhaben. Der Erfahrungsaustausch über Partei- und Regionsgrenzen hinweg
ist damit eindrucksvoll gelungen und soll weitergeführt werden. Den zahlreich anwesenden Bürgern aus
den bedrohten Orten Grabko, Kerkwitz und Atterwasch macht Wolfgang Neskovic Mut: "Die Menschen dürfen sich
ihre Heimat von Vattenfall nicht abkaufen lassen. Heimat lässt man sich nicht abkaufen. Heimat verteidigt man."
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Die Vorträge
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Novellierungsbedarf im Bergrecht und der Brandenburgische Koalitionsvertrag
(pdf, 155 kB)
Rechtsanwalt Dirk Tessmer, Kanzlei Philipp-Gerlach und Tessmer
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Bergschäden und Bestandserfassung
(pdf, 1,5 MB)
Matthias Bärmann, Bärmann+Partner GbR
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Schutz der Moore im Raum Guben
(pdf, 8,1 MB)
Lukas Landgraf, Landesumweltamt Brandenburg
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Wassernutzungsentgelt in Deutschland - Handlungsbedarf für Brandenburg
(pdf, 818 kB)
Alexandra Gaulke, Bundeskontaktstelle Wasser der GRÜNEN LIGA
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Was gibt uns der Landesentwicklungsplan vor?
(pdf, 27 kB)
Rechtsanwalt Thomas Rahner, Kanzlei Knoebel und Kollegen
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Zu zwei aktuellen Stellungnahmen der Umweltverbände
(pdf, 1,8 MB)
Rene Schuster, Mitglied des Braunkohlenausschusses Brandenburg
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Bilder

MdEP Elisabeth Schroedter bei ihren Grußwort (Foto: Bohl)

MdB Wolfgang Neskovic (Foto: Bohl)

MdL Monika Schulz-Höpfner (Foto: Bohl)

Rechtsanwalt Dirk Tessmer bei seinem Vortrag (Foto: Bohl)

Matthias Bärmann, Bärmann und Partner (Foto: Bohl)

Lukas Langraf, Landesumweltamt Brandenburg (Foto: Bohl)

Alexandra Gaulke, Bundeskontaktstelle Wasser (Foto: Bohl)

Rechtsantwalt Thomas Rahner (Foto: Bohl)

(Foto: Bohl)

(Foto: Bohl)

(Foto: Bohl)

(Foto: Bohl)

Exkursion am Folgetag in Taubendorf (Foto: Schuster)
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Wir danken:
Mitveranstalter Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg
MdEP Elisabeth Schroedter (Bündnis90/Grüne)
Grüne Europafraktion
MdB Wolfgang Neskovic (LINKE)
Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE
MdL Monika Schulz-Höpfner (CDU)
Gemeinde Schenkendöbern
Fabrik e.V. Guben
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