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Alternativen sind machbar
(Letzte Änderung: Juni 2008)
Eine sichere Energieversorgung ist auch ohne neue Tagebaue möglich.
Einen Umbau des Energiesystems können die Industrieländer angesichts der weltweiten Energiekrise in keinem
Fall umgehen. Rechtzeitiges Umdenken erleichtert diesen Prozess.
Schon die Enquete Kommission „Nachhaltige Energieversorgung“
des Deutschen Bundestages bezeichnet in ihrem Bericht von 2002
Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien(1) als einzigen
nachhaltigen Entwicklungspfad. Er ermöglicht sowohl den
Ausstieg aus der Kernenergie bis 2030, als auch eine wesentliche
Reduzierung der Nutzung fossiler Energien. Erneuerbare Energien
können so bis zum Jahr 2050 mindestens 50 Prozent des Primärenergieverbrauches
abdecken. Rein technisch wäre selbst eine Vollversorgung
bis 2050 erreichbar. Im Februar 2007 erschien die
Leitstudie des Bundesumweltministeriums,
die ebenfalls von einer extremen Verringerung der Braunkohlenutzung
bis 2050 bei gleichzeitigem Atomausstieg ausgeht, wie die Abbildung zeigt.(2)
Die für 2050 noch angesetzten 46 PetaJoule Energie aus Braunkohle
entsprechen etwa 5 Millionen Tonnen Jahresförderung
in Deutschland (derzeit 40 Mio. t allein in Brandenburg).
Die absoluten Zahlen für Öl und Gas sinken in diesem Leitszenario
gegenüber heute ebenfalls. Damit tritt also keine steigende Importabhängigkeit
ein. Während einzelne Politiker geradezu eine Bedrohung
aus dem Osten herbeireden wollen, um für neue Braunkohletagebaue
zu werben, enthalten die von ihnen vertretenen
Energieprognosen sogar eine höhere Einfuhr von Öl und Gas!(3)
Kann man die Abhängigkeit von heimischer Braunkohle als Unabhängigkeit
schönreden? Ohne Zweifel gibt es auch Fehlentwicklungen
bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Diese sind
aber von den Regierenden selbst zu verantworten, nicht von Umweltverbänden
oder Oppositionsparteien, die meist andere Konzepte
gefordert haben.(4) Die Energieeinsparung im Leitszenario
würde übrigens bei steigendem Komfort allein durch Effizienzsteigerung
erreicht. Das heißt, bei einem sparsameren Lebensstil
wäre sie noch viel schneller und leichter möglich.
Das es sogar möglich ist, mit erneuerbaren Energien Grundlastversorgung
abzusichern, wurde im Herbst 2007 mit dem Kombikraftwerk-
Projekt nachgewiesen. (www.kombikraftwerk.de)
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Endenergieverbrauch im LEITSZENARIO 2006 nach Herkunft der Endenergie und zusätzliche
Effizienzgewinn bei der Endenergie gegenüber Referenzszenario von Prognos/EWI ("REF 2005").
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Fußnoten:
(1) die sogenannten „REG/REN- Offensive“
(2) Leitstudie 2007 „Ausbaustrategie Erneuerbare Energien“ Untersuchung im Auftrag des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, Februar 2007
(3) Das BMU-Leitszenario erwartet im Jahr 2050 noch 2011 PetaJoule aus Mineralöl und 1756 PJ aus Erdgas, Erdölgas und Grubengas, das Referenzszenario
des Wirtschaftsministeriums von PROGNOS/EWI dagegen 3758 PJ aus Mineralöl und 3436 PJ aus Gas. Im Referenzszenario ist die Importabhängigkeit
somit höher!
(4) z.B. regionale Wirtschaftskreisläufe statt europaweiter Beimischungspflicht bei Pflanzenöl
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