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Sind alle anderen Dörfer jetzt sicher?
(Letzte Änderung: März 2008)
Von der Schippe gesprungen? - Bilderserie vorerst nicht betroffener Orte (15)
Bergwerksfelder im brandenburgischen Teil der Lausitz
Quelle: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe
(Anm.: Die Felder Fürstenwalde und Mittenwalde liegen außerhalb der Lausitz und sind hier nicht dargestellt.
Die bereits völlig ausgekohlten Felder sind ebenfalls nicht zu sehen, diese finden Sie in der Karte
auf der Startseite)
Vergleichen Sie bitte die Beteuerungen der Landesregierung, dass
es bei den bisher verkündeten Plänen bleiben werde mit folgenden
Zitaten
aus der Sondersitzung des Braunkohlenausschusses am
25.09.2007:
„Weiterhin rechnen wir mit einem Fortbestand unserer Veredlung
mit den Produkten Brikett, Braunkohlenstaub und Wirbelschicht-
Braunkohle.
Ein Engagement im Bereich der Kohlechemie ist zu
prüfen und hängt stark von der Entwicklung der Rohstoffpreise
sowie der allgemeinen Marktentwicklung ab.“ (...) „Das Konzept (...)
werde aber für das künftige Kraftwerkskonzept in Brandenburg ausreichen.“
(Vattenfall, Dr. Zeiß) „Sie forderte gleichzeitig das Unternehmen
auf, intensiver über die Braunkohlechemie nachzudenken.“
(Wortmeldung der Vertreterin
der Gewerkschaft IGBCE) (1)
Das bedeutet, dass die Kohle der neu geplanten Tagebaue im
Grunde für die Kraftwerke verplant ist. Der Anteil der Veredlung
beträgt derzeit 2–3 Mio. t Rohbraunkohle pro Jahr. Bei dem von
der Gewerkschaft IGBCE geforderten verstärkten Einsatz der
Kohlechemie (wozu auch die Verflüssigung zu Diesel o.ä. zählt)
könnte er leicht auf über 10 Mio. t steigen. Dafür wäre ein komplettes
weiteres Kohlefeld erforderlich.
In Pressekonferenzen gemachte Zusagen bieten keine verbindliche
Sicherheit für „nicht betroffene“ Dörfer. Schließlich wurde
das Vertrauen in die Aufhebung der „Bergbauschutzgebiete“ der
DDR nach 15 Jahren ebenfalls enttäuscht. Die Kohle unter diesen
Gebieten kann weiterhin private wie wirtschaftliche Investitionen abschrecken.
Der von der Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue“
vorgeschlagene Gesetzentwurf dagegen schließt neue Braunkohletagebaue
verbindlich und einklagbar aus. Nur so kann das Bedürfnis
nach langfristiger Investitionssicherheit befriedigt und eine
gesunde Regionalentwicklung
gesichert werden.
TOP TOP
Fußnoten
(1) Niederschrift zur Sitzung des Braunkohlenausschusses am 25.09.2007 in Cottbus, Zitate S.15, S.9 und S.13.
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